Rhyolith: Entstehung

Rhyolithe zählen zu den Ergußgesteinen. Sie entstanden an der Erdoberfläche in Folge vulkanischer Tätigkeit. Da es bei der Entstehung zu einer raschen Abkühlung kam, sind nicht alle Minerale erkennbar. Typisch für diese Gesteine sind einzelne große Minerale, die sich in einer Grundmasse (Matrix) befinden. Die einzelnen Minerale , aus denen sich die Grundmasse zusammensetzt, sind mit bloßem Auge nicht erkennbar.

Rhyolith Bruch
Rhyolithbruch im Raum Trento / Italien

Rhyolithe häufig als Porphyr bezeichnet. Sie sind sehr widerstandsfähig und entsprechen in ihrer chemischen Zusammensetzung den Graniten. Der Unterschied zu Graniten besteht darin, dass sich Granite im Innern der Erdkruste bildeten und die Ryolithe an der Erdoberfläche im Zuge vulkanischer Tätigkeit entstanden.

Detail - Informationen

Rhyolithe – Petrographische Zuordnung
Rhyolithe zählen zur Gesteinsgruppe der magmatischen Gesteine (Untergruppe Ergußgesteine). Sie sind die Ergußäquivalente der Granite. Häufig erfolgte eine ignimbritische Bildung. Durch die rasche Abkühlung kam es vermehrt zu engständigen Kluftflächen, an denen die Steine meist spalttechnisch abgebaut werden können.

Ryolithe - Petrographische Zuordnung
Gliederung der Gesteine in Anlehnung an Weber / Hill „Naturstein für Anwender“

Bautechnische Relevanz:
Im internationalen Natursteinhandel werden diese Gesteine häufig als Porphyr angeboten. Eine weltweit, einheitliche Regelung zur Bezeichnung gibt es nicht. In den Preislisten italienischer Anbieter findet man Phyolithe häufig unter der Sammelbezeichnung „porfidi“. Im Geltungsbereich der Europäischen Normen muss gemäß EN 12440 eine wissenschaftlich exakte Bezeichnung nach EN 12670 erfolgen. Bei vielen Ryholthen handelt es sich um rhyolitische Ignimbrite.

Dipl-Ing.(FH) Detlev Hill
Inhaber-Informationsdienst-Naturstein
E-Mail: info@steininfo.de
Webseite: www.steinkultur.eu

Beitrag erstellt am: 24.07.2019