Konglomerate: Entstehung

Konglomerate zählen zu den Sedimentgesteinen. Sie bildeten sich durch Ablagerungen von Gesteinsbruchstücken und Geröllen, die von Bächen und Flüssen über eine längere Strecke transportiert wurden. Dabei kam es zu einer Abrundung der Kanten dieser Bruchstücke. Auf den ersten Blick könnte man einige Sorten sogar für einen künstlich hergestellten Beton halten. Es sind jedoch echte Natursteine, sich im Laufe der Zeit zu einem kompakten Gestein verfestigten (Diagenese).

Auf der Abbildung ist der Übergang von den lockeren Gesteinsbruchstücken zu den zementierten, verfestigten Gesteinspartien gut erkennbar. Da die Entstehung dieser Gesteine unter geringem Druck erfolgte, sind offene Gesteinsporen für diese Gesteine typisch. Die einzelne Gesteinsbruchstücke sind mit bloßem Auge gut erkennbar.


Detail - Informationen

Konglomerate – Petrographische Zuordnung

Konglomerate zählen zur Gesteinsgruppe der Sedimentgesteine. Sie sind aus Gesteinsbruchstücken zusammengesetzt, deren angerundete Kanten auf fluviatilem Transport beruhen. Die Verfestigung erfolgte bei den alpinen Typen meist durch calcitisches Bindemittel.

Bautechnische Relevanz:

Im internationalen Natursteinhandel sind in den letzten Jahren einige dekorative Konglomerte aufgetaucht. Diese enthalten zum Teil auch quarzitische Bestandteile. Viele dieser Konglomerate stammen aus Brasilien. Im Geltungsbereich der Europäischen Normen sind in EN 12440 exakte Definitionen festgelegt. Die Prüfung erfolgt gemäß EN 12407. Hier wird der Begriff „conglomerate (engl.) = Konglomerat für diese petrographische Familie angegeben. Im Raum nördlich der Alpen ist noch die Bezeichnungen Nagelfluh für diese Gesteinsfamilie gebräuchlich. Südlich der Alpen, im italienischen Sprachraum, lautet die Bezeichnung für diese Gesteinsfamilie „Ceppo“

Dipl-Ing.(FH) Detlev Hill
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Beitrag verfasst am: 18.07.2019