Kalksteine: Entstehung

Kalksteine zählen zu den Sedimentgesteinen. Sie bildeten sich durch Ablagerungen (meist Skelette oder Gehäuse von Meerestieren), die sich im Laufe der Zeit zu einem kompakten Gestein verfestigten (Diagenese). Da die Bildung in einem relativ niedrigen Temperaturbereich erfolgte, findet man in Kalksteinen häufig noch Fossilien . Zu den bekanntesten Funden zählt sicherlich der Archaeopteryx aus den Steinbrüchen bei Solnhofen.

Bruch Solnhofener Natursteinplatten
Bruch Solnhofener

Kalksteine sind häufig in erkennbaren Schichten aufgebaut. Sie bestehen überwiegend aus dem Mineral Calcit. Man findet Kalksteine in den unterschiedlichsten Farben. Meist handelt es sich dabei um erdwarme Farbtöne (beige bis braun).

Detail - Informationen

Kalkstein – Petrographische Zuordnung

Kalksteine zählen zur Gesteinsgruppe der Sedimentgesteine. Sie sind meist biogenen Urspungs können jedoch auch durch Ausfällung entstehen.

Bautechnische Relevanz:

Im internationalen Natursteinhandel werden viele Kalksteine als Marmor angeboten. Eine weltweit, einheitliche Regelung zur Bezeichnung gibt es nicht. In den Preislisten italienischer Anbieter findet man Kalksteine häufig unter der Sammelbezeichnung “marmi”. In China wird der jeweiligen Ziffernfolge gemäß GB/T 17670 ein “M” voran gestellt. Auch hier wird nicht zwischen Marmor und Kalkstein unterschieden. Im Geltungsbereich der Europäischen Normen sind in EN 12440 exakte Definitionen festgelegt. Nach diesen dürfen Kalksteine nicht als Marmor bezeichnet werden, da es sich bei Kalksteinen um Sedimentgesteine handelt und keine metamorphe Überprägung vorliegt.

Dipl-Ing.(FH) Detlev Hill
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